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beauceron

Wer sich über den Beauceron informieren will findet im Internet einiges an Lesestoff
Unter der Rubrik Empfehlungen habe ich selbst auf einige dieser Seiten verlinkt auf denen sie mehr erfahren können über diese einzigartige Hunderasse.

Aber ein paar eigene Worte will ich selbst über den Beauceron schreiben.

Schon bei der ersten Begegnung mit einem Beauceron hat mich die Rasse fasziniert. Es war ein großer erhabener Rüde, Stolz und Aufrecht, alles im Blick – keine meiner Bewegungen oder Gesten entging ihm.
Er war freundlich, aber anfänglich zurückhaltend und meine Person prüfend. Als klar war, dass mich sein Besitzer als ”Willkommen” betrachtete, war auch er entspannter und setzte sich neben seinen Herrn.
Ein langes Gespräch mit dem Besitzer folgte, in dem ich viel über den Beauceron erfuhr und nicht zuletzt die Begeisterung wie der Beauceronbesitzer über die Rasse und seinen Hund erzählte ließ auch den Funken auf mich überspringen.
Auch meine Tochter Laura schien von diesem großen Hund sichtlich beeindruckt, aber sie war keinesfalls ängstlich. Sanftmütig akzeptierte er die Liebkosungen und Streicheleinheiten. Und natürlich wollte Laura genau so einen Hund auch in unserer Familie haben.
In den folgenden Tagen kaufte ich alles was ich an Literatur über den Beauceron finden konnte.

Aber mir war klar, dass solch ein Hund ein großes Maß an Zeit und Arbeit mit ihm beansprucht und meine Vernunft sagte mir erstmal abzuwarten und zu einem späteren Zeitpunkt wenn Beruf und Familie es zulassen ein Beauceron einziehen wird.
Jahrelang hatte ich immer wieder Begegnungen mit Beaucerons, viel hatte ich gelesen, mich informiert und mir vorgestellt eines Tages wird es soweit sein, dass ich solch einem Tier gerecht werde.
Und der Tag kam. Es war im Sommer 2007 als ich noch immer mit den Folgen einer schweren Borelliose  zu kämpfen hatte, und ich mal wieder neugierig durchs Web surfte.
“Bewegung – Laufen – Spazieren gehen – raus in die Natur” waren die Worte meines Arztes und ja, jetzt war es Zeit für einen Hund – einen Beauceron. Ich wollte nicht allein durch Wiesen und Wälder streifen, einen Partner, einen Freund, einen zuverlässigen Weggefährten wollte ich haben.
Dass mein Blick in das Wurfverzeichnis des CFH gleich mit Erfolg gekrönt war bestärkte mich in meiner Entscheidung und so kam es, dass ich einen Welpen von Jörg Zion aus Kassel bekommen sollte.
Meine Tochter war inzwischen 17 Jahre alt, aber nicht weniger Begeistert als vor 10 Jahren und sie konnte sich noch gut an ihre erste Begegnung mit dem “großen Schwarzen” erinnern.

Unter der Rubrik Danos kann man nachlesen wie wir unseren Rüden in Kassel abholten und er sich in unserer Familie einlebte.

Vieles was ich über den Beauceron gelesen habe wurde durch Danos bestätigt, auch die scheinbar schwierigen Seiten dieser Rasse. Ich schreibe bewusst “scheinbar”, denn die Eigenständigkeit wird sehr oft als Dickköpfig oder gar Erziehungsresistenz ausgelegt.
Aber man muss sich bewusst sein, dass sich diese Rasse seit dem ersten erstellten Rassestandart im Jahr 1889 so gut wie nicht verändert hat.
Er war und ist ein Arbeitshund, ein selbständiger Hüter und Wächter, der auch ohne die Ansage seines Herrn in brenzligen Situationen seine Entscheidungen trifft.
Auch Danos forderte mich von Anfang an. Schnell war zu klären wer der Rudelchef ist und vor allem auch bleibt, nämlich ich. Das hat Danos inzwischen auch bedingungslos akzeptiert. Er hat seinen Platz in der Familie gefunden. Obgleich er zu Laura und auch zu meiner Frau Martina ein gutes Verhältnis pflegt, bin ich doch noch eine Stufe höher gestellt. Von keinem Menschen der Welt würde er sich z. B. sein Essen wieder wegnehmen lassen – ausser von mir, da bleibt er zahm wie ein Lamm.
Den Schlüssel der Haustür können wir getrost zur Seite legen, wer von einem der Familienmitglieder nicht als Besuch empfangen wird, der geht auch an Danos nicht vorbei.
Er ist ein zuverlässiger Wächter, der aber nicht etwa die ganze Nachbarschaft zusammen bellt, sondern eben wohl überlegt die Situation einschätzt aber dann schnell und konsequent handelt.

Böse Buben sollten es sich deshalb zweimal überlegen auf unserem Grundstück ihre Vorhaben in die Tat umsetzen zu wollen. – Das macht Aua!

Wer sich der Aufgabe bewusst ist wenn er sich solch einen Hund ins Haus holt, der wird mit einem wahren Freund belohnt.